Bei herrlichem Wetter trafen sich die zehn Exkursionsteilnehmer kurz vor acht Uhr in Gadmen bei der Triftbahn. Mit der Gondelbahn fuhren wir über eine tiefe Schlucht hoch auf die „Underi Trift“. Danach folgte ein gut anderthalb stündiger Aufstieg hoch zur Triftbrücke. Mit 100 Meter Höhe und einer Länge von 170 Meter ist sie eine der spektakulärsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen und schwebt über das Gebiet des Triftgletschers. Die Landschaft im Triftgebiet ist wild und schlicht phantastisch. Nach einer kurzen Pause mit den obligaten Fotos und einem kleinen Picknick trennte sich die Gruppe. Ein Teil wollte die Gelegenheit nutzen und stieg zum Triftgletscher ab um dort das Strahlerglück zu versuchen. Die anderen stiegen direkt zur Windegghütte hoch, wo wir unser Nachtlager hatten. Sie suchten dort die nähere Umgebung nach Kristallen ab.
Am zweiten und dritten Tag suchten wir wiederum emsig nach den begehrten Bergkristallen. Die meisten zog es bergwärts Richtung Furtwangsattel. Wie an den meisten Orten in den Alpen ist auch das Triftgebiet stark abgesucht. Doch mit etwas Fleiss und Geduld lassen sich immer noch schöne Mineralien finden. Am Ende der Exkursion konnten alle Teilnehmer einige zwar kleine, doch sehr ansehnliche Fundstücke präsentieren. Gefunden wurde vorwiegend Berg-kristall, oft ausgebildet als Fadenquarz. Beim Reinigen zuhause war die Überraschung gross, als auch einige Anatase und etwas Brookit zum Vorschein kam.
Die Exkursion zur Windegg war ein voller Erfolg. Das Wetter hätte besser nicht sein können, der Service in der Windegghütte war sehr gut und alle Teilnehmer hatten ihren Spass.
Walter Metz / Exkursionsleiter







