Zwei Taxi-Busse brachten uns 13 Teilnehmer am Sonntagmorgen von ausserhalb Binns ein gutes Stück hinter die Alp Freichi, bis zum Zusammenfluss vom Turbewasser und der Binna. Bei angenehmem Wanderwetter stiegen wir 450 m auf zur Mittlenbärghütte (2395 m). Es ist eine umgebaute, ehemalige Militärunterkunft. Die Hütte bietet rund 25 Personen Platz. Nach der ersten Verpflegung erkundeten wir einzeln oder in kleinen Gruppen die nähere Umgebung der Hütte. Einige wenige Mineralien wurden bereits gefunden.
Am Montag begaben sich alle, wieder einzeln oder zu Zweit oder Dritt auf gutem, felsigen Auf- und Ab-Weg ins hinterste Binntal, Bruno und Dani allen voran bis nahe zur italienischen Grenze beim Hohsandjoch. Der Himmel war bedeckt, manchmal schien kurz und schwach die Sonne.
Die Mineralien-Ausbeute war eher bescheiden. Das ist nicht weiter verwunderlich, wird doch das ganze Binntal seit Jahrzehnten von Unzähligen abgesucht. Kleine hübsche Kristallstufen, einzelne Quarzspitzen, ein bisschen Malachit, wenige Anatase, einige Stücke mit kleinen Flächen von Quarzspitzchen, das war so etwa das Ergebnis stundenlangen Suchens und Klopfens. Dafür genossen wir den Blick in die herrliche Hochgebirgslandschaft.
In der Nacht auf den Dienstag gab es starke Windböen, die den Starkregen an die Hütte peitschten. Dieser hörte leider nicht auf. Der offensichtlich zu erwartende Dauerregen bei tief wolkenverhangenen Berggipfeln führte beim Morgenessen zum einstimmigen Beschluss: Exkursion beenden.
Gegen die Nässe von aussen relativ gut geschützt, stiegen wir also bereits am Dienstagmorgen ab, einen Tag früher als geplant. Bis die pünktlich zur abgemachten Zeit bestellten Taxis eintrafen, standen wir, mangels anderer Gelegenheit, schicksalsergeben und pudelnass im Regen. Die Taxihalterin ermöglichte es uns dann freundlicherweise, uns in ihrer Garage umzuziehen. Ein abwechslungsreiches Naturerlebnis in angenehmer Kameradschaft fand so den Abschluss. Bruno Richli sei nochmals herzlich gedankt für die sorgfältige Vorbereitung der Exkursion.
Beifügen kann ich noch: Während die andern heimfuhren, blieb ich mit einem Kollegen noch in Ernen, wo es im Laufe des Nachmittags zu regnen aufhörte. Am Mittwoch verliess ich gegen Mittag das Oberwallis bei Sonnenschein. E so chas eim goo!
Roland Lauber







